




Gestern waren in meinem Hemerocallis-Beet noch drei Nachzügler-Knospen zu sehen. Das war für mich Anlaß meine Fotos vom Juli durchzuforsten und einige noch einmal zusammenzustellen. Ich will den Spaziergang durch den Taglilien-Weg ein letztes Mal in diesem Jahr fotographisch machen als dankeschön für diese zuverlässigen, wenig arbeitsaufwendigen Pflanzen.Sie mögen es ja gerne, einfach in Ruhe gelassen zu werden. Während andere regelmäßig geteilt werden wollen, um ihre Blütenfülle zu erhalten, hält die bescheidene Taglilie nichts von solchen Gärtner-Spielereien (die in der Regel meistens schön ins Kreuz gehen). Ein bißchen Hühnermist im Frühjahr nimmt sie dagegen gerne.
Für mich ist sie eine herausragende Blüte im Juli. Während die Krokusblüte im März konkurrenzlos ist, der April die Tulpen zum Leuchten bringt, im Mai die Bart-Iris dominieren, der Juni eindeutig der Rose gehört, ist der Juli für die Taglilie reserviert. Allerdings, sie muß die Blütenkrone mit den Phloxen teilen, die in einer ganz anderen Farbpalette auf der anderen Seite auftrumpfen. Die Phlox-Arten werden auch noch bis weit in den August hinein weiterblühen.
Trotzdem ist für mich die Taglilienblüte immer etwas besonders schönes. Die glut- und temperamentvollen Farben entsprechen vielleicht auch meinem Charakter, deshalb wurde dieses eine Beet für die Gelb-Orange-Töne reserviert, die sonst in meinem Garten eher spärlich vertreten sind.










