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Freitag, 14. Dezember 2007

Katerchen "Socke" wird plüschologisch!!!

This is the story about the little cat "Socke" ("sock") who has been living for several months with it' s can opener in a new flat. The garden was very boring and so Socke and Sabi worked a lot to change this. I have written about this only in German and intend to continue the story the same way - please understand. There will also be some new topics in English coming up.

Katerchen "Socke" ist völlig geschafft. Der Buddha hat wirklich sein Versprechen gehalten. "Menschen tun das nicht immer, aber Religionsstifter schon", erklärt Dosi. Glaubt mir, Socke versteht da nur Bahnhof, aber ihn beschäftigt sowieso etwas viel wichtigeres, er bekommt nämlich Hunger.

Als er in die Wohnung gehen und schauen möchte, was es Leckeres in seinem Napf gibt, sieht er, daß der Strauch neben der Terrasse ganz traurig schaut. "Was hast Du", fragt Socke. "Ich sterbe", antwortet der Strauch. "Was ist das?" Der Strauch seufzt und sagt: "es ist die Sonne nicht mehr sehen, den Wind nicht mehr spüren, die Regentropfen nicht mehr trinken, die Menschen nicht mehr erfreuen, es ist Ende und Anfang zugleich".

Socke versteht auch das nicht, ob das wohl mit der Ankunft des Buddha zusammenhängt? "Ich bin doch sonst nicht dumm", rätselt er. Dosi meint, es hätte nichts mit Dummheit zu tun, sondern mit Philosophie und dafür wäre Socke noch zu klein. Das wiederum wurmt den Kater. Was wiederum zur Folge hat, daß er am nächsten Morgen zum Tierarzt zum Entwurmen muß. Daraufhin beschließt Socke, sich mit Vehemenz auf das Studium der Philosophie zu werfen. So etwas wird ihm nicht mehr passieren, schwört er sich, Tierarzt ist bähbähbäh.

Nach diesem Einfall ist Socke nicht mehr zu halten. Er stürmt in den Gang und macht erst einmal einen Salto. Das macht er immer, wenn er eine geniale Idee hat. Socke hat seeeehr oft geniale Einfälle. Turner der Welt, zieht Euch vor der Olympiade warm an, Socke ist im Training!!!

Als Socke in den Garten kommt, um sich mit seinem Buddha zu beraten, wie er denn das Philosophie-Studium am besten anginge, staunt er erst einmal gewaltig. Da, wo noch gestern der Strauch wuchs, steht jetzt der Buddha. Es ist ein guter Platz, ganz nahe der Terrasse, wo Socke gerne liegt und döst. Und der Buddha strahlt eine ähnliche Wärme aus, wie der goldene Buddha in China.

Socke ist überwältigt, Dschunken, Pagoden, die Verbotene Stadt, der Himmelstempel, alles sieht er plötzlich wieder ganz deutlich vor sich. Und dann fällt ihm auf, daß der Buddha genau aus dem gleichen Stein ist, wie die kluge Schildkröte in Peking. "Bist Du auch so klug, kannst Du mir Philosophie beibringen?" fragt er unvermittelt.

"Philosophie ist ein schweres Gebiet für so einen kleinen Kater, aber Du hast ein großes Herz, Du wirst es schaffen, ich helfe Dir gerne" sagt Buddha, und das klang schon ganz ermutigend. "Darf ich Dich noch etwas fragen?" Es ist lange her, daß Socke plötzlich so eingeschüchtert war. Aber der Buddha lächelt genauso warm, wie der goldene Buddha in der Wildganspagode von Sian. Da wird Socke schnell wieder mutig: "Bleibst Du jetzt immer bei mir?" fragt er. Da nickt der Buddha und sagt: "Ich bleibe bei Dir, solange ich spüre, daß ich Dir etwas bedeute, auch das hat etwas mit Philosophie zu tun".

Socke legt sich neben Buddha und fühlt sich so stark und großartig, es ist einfach unbeschreiblich.

Da Socke auf seiner China-Reise viel gesehen und gelernt hat, findet er, daß der magische Ort, an dem Buddha steht, noch nicht so richtig dafür geeignet ist, daß sich so ein "hoher Herr" wohlfühlen kann. Er bedeutet mir viel, denkt Socke und im nächsten Atemzug grübelt er auch schon, ob das auch philosophisch ist.

Nach langem Überlegen ist ihm klar, daß der Garten-Architekt für Buddha ein richtig schönes Beet planen und gestalten muß, damit er sich wohlfühlt und nicht fortsehnt. Dann fällt ihm ein, "richtig, das muß dann ja ich planen, ich bin ja der Garten-Architekt".

Schnell hat Socke einen Plan, er überrascht Buddha mit einer japanischen Schirmtanne, die auch sofort Anklang findet, denn Buddha denkt auch, daß die Umgebung nicht so das rechte für so eine gewichtige Persönlichkeit ist. Gewichtig ist natürlich seine Aufgabe, Buddhas sind extrem bescheiden, aber der Rahmen der Wirkungsweise muß gerade im Ausland stimmen. Eine bescheidene Königin braucht schließlich auch ihre Glitzerkrone bei einer Thronrede, so ist das nun mal im Leben einer Führungspersönlichkeit, bescheiden hin oder her.

Socke kann sich gar nicht mehr bremsen, er fühlt sich so wohl in der Nähe seines Buddha, daß er ihn am liebsten umarmen würde. Vorsichtig streichelt er ihn und flüstert überwältigt. "Ich werde Dir ein wunderschönes Zuhause planen, jawohl." Aufgeregt hüpft Socke um seinen neuen Freund.

Da hat das Katerchen aber zu viel Schwung genommen und schon ist er ganz oben. "Jetzt weiß ich wenigstens, wie das ist, wenn man jemandem auf der Nase herumtanzt." Socke ist so übermütig vor Freude, nichts kann ihn heute stoppen.

Socke will Buddha einen Brunnen schenken, Wasser ist gut zum Meditieren. Aber nun wird es Dosi zu bunt. "Socke, das geht nicht, Du hast Dir schon einen Bachlauf bestellt, beides ist nicht möglich, unser Garten ist viel zu klein."

Socke legt eine Runde Yoga ein, dann ist der Entschluß gefaßt, und er verzichtet großmütig auf den Bachlauf, denn beides wäre wirklich zu viel und er will dem Buddha unbedingt beweisen, daß er das wichtigste überhaupt ist, nun gut, nach einem guten Essen und einer gut gelaunten Dosi und einem warmen Schlafplätzchen und der Spielmaus und........!?!

Dosi fährt also wieder einmal los und siehe da, sie kommt mit einem schönen Brunnenstein zurück. "Wann läuft er", fragt Socke. Dosi vertröstet den kleinen Kater auf später, da muß noch eine Brunnenschale gekauft werden, eine Pumpe, ein Brunnendeckel, Abdeck- und Ziersteine und einige Pflanzen werden auch noch benötigt. Das kostet alles viel Geld. Socke überlegt, wie er via Internet als Architekt Kohle machen könnte, damit möglichst schnell alles angeschafft werden kann. Aber Hauptsache ist doch trotz allem, daß das Geschenk des Buddha eingetroffen ist, und ein Buddha ist ja geduldig, er wird warten, bis alles so gemütlich geworden ist, wie er es von zuhause aus gewohnt ist. "Als amtlicher Philosoph macht ihm das Warten nichts aus", oh schon hat Socke etwas aus seinem neuen Fach gelernt. "Bald ist Weihnachten bei den Christen, da könnte sich Dosi für Dich und mich ja einen Zuschuß für den Repräsentationsort wünschen"regt Buddha an. "Ist das auch Philosophie"? Socke gähnt. "Nein, das ist Diplomatie, vor allem, wenn Deine Dosi diesen Post allen aus ihrer Familie und ihren Freunden zeigt." Da ist Socke aber wieder hellwach:" Entschuldige, ich glaube das ist dumm, ich werde lieber einen Brief an das Christkind schreiben und ihn mit einem Zuckerstück auf das Fensterbrett legen, das ist nämlich plüschologische Diplomatie." "Du lernst wirklich schnell" lächelt Buddha.