skip to main |
skip to sidebar
Endlich ist sie aufgeblüht! Ich wußte es schon, als ich noch gut einen Meter weg war, der Duft ist einfach umwerfend. Ich nenne die Silberkerze immer meine September-Duftrose.
Dabei ist mir völlig unverständlich, wie man diese rosa angehauchten weißen Sternchen "Cimicifuga" nennen kann. Das bedeutet nämlich aus dem lateinischen kommend: "cimex" die Bettwanze und "fugare" flüchten. Deshalb nennen sie auch viele Wanzenkraut.
Ich habe mir die rotlaubige Cimicifuga simplex zugelegt, weil mich das Laub an Astilben erinnert, die ich auch sehr schätze. Stiel und Knospen haben einen einheitlichen Ton mit den Blättern.
Die Silberkerze kann ich nur jedermann empfehlen, wer eine hohe, spätblühende, robuste Staude sucht, die nicht nur mit den entzückenden weißen Blütchen, den roten Knospenkügelchen, sondern auch mit einem betörenden Duft aufwartet, der kann sich hier gar nicht vergreifen. Wer "Actaea" einpackt, macht auch nichts falsch, das ist ein Synonym, mit dem noch viele Händler die Cimicifuga verkaufen.
Silberkerzen stehen gerne halbschattig, da die 17 Rhizomarten dieser Gattung aus der nördlichen Hemisphäre kommen. Auch wenn sie manchmal als Actaea gehandelt wird, die engstens verwandt ist, bekommen die Silberkerzen Balgfrüchte und keine Beeren. Kulturwürdig sind sie fast alle.
Beim Verpflanzen muß man lediglich darauf achten, daß die Wurzeln nicht beschädigt werden, dann hat man viel Freude an Cimicifuga. Sie wird zuverlässig und winterhart im späten Frühjahr austreiben.
Wer gerne an Blüten schnuppert, sollte aufpassen, welche Art er sich aussucht, denn Cimicifuga racemosa z.B. hat einen sehr unangenehmen Geruch, wirklich zum Bettwanzen-Austreiben!
Und nun hoffe ich, Ihr habt schon so eine Wunderkerze in Eurem Garten, es muß ja nicht unbedingt die rotlaubige Variante sein, Hauptsache die Duftnote stimmt.