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Donnerstag, 29. Mai 2008

NEW PROJECTS: - NEUE PROJEKTE: "Paradiestor, Klinkermauer, Spiegel"

WETTBEWERB: GARTENGESTALTUNG

http://www.das-wilde-Gartenblog.de/


Lange war ich mit dem Gesamtbild meines 180 qm kleinen Gartens unzufrieden. Bedingt durch die fünfeckige Holzhütte für die Gartengeräte und den hohen Holzzaun auf der linken Seite, war eine optische Schwerlastigkeit entstanden, die vom Maschendrahtzaun und dem leichten Rostoptik-Rondell rechts nicht ausgeglichen werden konnte.

Um dem Garten das Gleichgewicht zurückzugeben, änderte ich drei Dinge:

For a long time I wasn' t satisfied with the look of my 180 qm garden. Due to the fact that the light rusty terch and the wire netting fence of the right side couldn' t make a balance to the heavy wood fence and the wood cottage of the left side, there was a need of some special elements.

To bring back the balance of the garden I changed three things:

Alt linke Gartenseite - Winteraspekt!

Old left garden side - Winter!

Alt rechte Gartenseite - Winteraspekt!

Old right garden side - Winter!

alt - Teichufer Gartenmitte

old - middle of the pond border

1. Der hintere Teichrand bekam ein altes Tor als Rankelement für Rosen und Clematis. Damit wurde vom Garteneingang eine Sichtachse bis in das hintere Hostabeet mit der Skulptur als zentralem "Eye-Catcher" geschaffen, der den Blick von dem Ungleichgewicht im Garten ablenkt.

In the back of the edge of the pond I located a gate for climbing plants like roses and clematis. Through that gate a new visual connection was created where you can look from the garden entrance through the gate to the Hosta border where a sculpture is the central eye-catcher. The view is not focused on the imbalance anymore.



alt - rechte Gartenseite Sommeraspekt

old - right garden side in Summer

alt - linke Gartenseite, Sommeraspekt

old - left garden side in Summer


2. Mit stumpfen, teilweise behauenen Klinkersteinen gelang es, eine alte Ruinenmauer vorzutäuschen, die ich vorgestern mit kleinen Farnen und Zimbelkraut noch glaubwürdiger auf alt bepflanzt habe und der man das Alter von 1 Woche doch bestimmt nicht ansieht, oder? Die Mauer speichert Wärme, verdeckt Aschentonnen, Fahrräder und Eingänge der neuen Nachbarhäuser, bietet im Rosen-Rondell einen guten Sichtschutz und faßt die rechte Ecke kompakt zusammen, was einen besseren Ausgleich (und ein Gegengewicht) zur linken Seite bietet.

2. It succeded with edgeless clinker stones to pretend an old ruin-wall which is now planted with little ferns and cymbalarias. The appearance of the wall doesn' t seem to be only one week old! The wall keeps the termal of the sun and covers the refuse bin, the bycicles and the entrances of the new neighbour buildings. Now I can drink my glass of red vine without being watched by my neighbours. But - the most important thing is that the right corner is framed with the help of the new wall and the imbalance of the garden at the left side is vanished.





neu - rechte Gartenseite, Sommeraspekt

new - right garden side in Summer

alt - Zaun linke Seite

old - fence left side

neu - Zaun linke Seite

new - fence left side

3.Heute Nachmittag ist etwa in der Mitte des Holzzaunes, gegenüber dem Steingarten, ein Spiegel angebracht worden, der mit seiner lichten durchsichtigen Wirkung den schweren Holzzaun etwas optisch aufreißt.

3. This afternoon a mirror was fixed in the middle of the wood fence. The mirror and his light effect flings open the heavy character of the wood fence.


Diese drei Änderungen möchte ich im Rahmen des Gartengestaltungs-Projekts von: http://www.das-wilde-Gartenblog.de in diesem Post als Wettbewerbsbeitrag vorstellen, mit dem Titel: "Balance im Garten".

These three changes I want to present as contribution for the design competition "das wilde Gartenblog" http://www.das-wilde-Gartenblog.de in my new post with the title: "balance in the garden".

Sonntag, 26. August 2007

Zaungäste

panaschierter Efeu bringt Lichtreflexe an die Holzwand

Die Beeren von Lonicera periclymenum "Serotina" erscheinen schon, während die letzten Blütenansätze erscheinen. Das gleiche gilt für die blaue Clematis, die immer noch mit ihrer Nachblüte beschäftigt ist, während ich schon den wunderbaren silbrigen Samenstand (3.nächstes Foto) bewundere. Das macht dieses ineinander verwobene Duett besonders interessant.

Zäune sind interessante Lebensräume. Es gibt wohl keinen Ort, an dem sich so viele Pflanzen selbst ansiedeln, einfach, weil man oft schlecht dort arbeiten kann. Nirgends finden sich so viele Brennesseln, Giersch-Pflanzen und Winden ein, die einen akkuraten Gärtner schon mal zur Verzweiflung bringen können (gut, daß ich nicht akkurat bin).

Ach, wieder einmal habe ich das Glück, kein gärtnerischer Dipferlsch..., nein geht nicht, Korinthenk..., oh auf hochdeutsch ist es auch nicht besser, also ich wollte sagen, ich lasse das auch einfach mal stehen. Die Unkräuter sind sowieso ganz raffiniert. Sie wachsen meist in die Wurzeln meiner Lieblingssträucher und Kleinbäume, weil die Biester genau wissen, da kriege ich sie nie weg.

Trotzdem ist es mir gelungen die Zaunpartien mit Pflanzen meiner Wahl zu bestücken. Ich habe zwei Zaunseiten mit dem üblichen Maschendrahtzaun, logischerweise sind das meine netten Nachbarn. Eine Seite habe ich mit einem gewellten Holzzaun, der die erlaubte Höhe (in Gemeinden unterschiedlich gehandhabt, deshalb immer erkundigen, nicht Tante Grete einfach nachahmen) gerade mal um das Maß übersteigt, als ich keine Lust habe, hinüberzusehen.

An diesem hohen Holzzaun habe ich gleich Kletterpflanzen angesiedelt, um mich nicht wie in einer palisadenumzäunten Westernstadt zu fühlen. Neben verschiedenen Clematis hat auch die Lonicera ihren Platz gefunden, im schattigeren Bereich wachsen Wilder Wein und Efeu. Davor haben hohe Stauden oder Sträucher ihr Zuhause.

Samenstand der obigen Clematis und unten eine weitere Nachblüte einer großblumigen Clemi.

Nun ist auch schon Schluß mit meiner klugen Planung, alles was ab hier wächst, hat sich selbst angesiedelt und kann oder will ich nicht entfernen.

Lathyrus hat sich hinter den Phloxen den Zaun emporgeschmuggelt und blüht unbekümmert mitten im Phloxflor, einige ganz neugierige Ranken sind weit in das Pfaffenhütchen vorgedrungen. Ich glaube die halten Ausschau, wann Frau Nachbarin mit einem Kuchenteller am Zaun steht!

Hinten im Schattenbeet feiert der grüne Efeu Halligalli, nichts ist vor ihm sicher, er bekleidet den Torso, windet sich an der Birke in schwindelnde Höhen und erobert alles, was nicht davonlaufen kann. Ich mag das, also darf es geschehen.

Der wilde Wein hat sich wie eine Borte oben um den Maschendrahtzaun gewunden, dessen nicht genug ist er der Herrscher in der Pfaffenhütchenkrone. Das leuchtende Rot im Herbst von beiden ist eine Wucht. Auf der anderen Seite des Pfaffenhütchens warten jetzt die japanischen, stachellosen Brombeeren darauf geerntet zu werden. Leute, morgen bin ich mit der Schüssel da, keine Aufregung. Die Goldraute gehört auch zu den Gästen, die nicht geladen, aber geduldet sind, der gelbe Kleks ist am Zaun ganz hübsch.

Die Früchte des wilden Weins haben sich schon ganz schön intensiv gefärbt. Das unscheinbare Grün bekommt langsam die Farbe von Blauburgunder.


Auch dieses Weidenröschen hat sich am Maschendrahtzaun festgeklammert, ich warte bis es verblüht ist, es soll sich doch nicht umsonst geplagt haben. Die Fotos von Brennesseln, Winden und Giersch erspare ich Euch und gehe jetzt einfach davon aus, Ihr habt sie schon irgendwann einmal selbst gesehen?!