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Dienstag, 10. März 2009

Chinesische Tuschmalerei, eingesetzt gegen den wirklich hartnäckigen Winter!!!!!

Schlechtes Wetter treibt mich zum Reispapier, den chinesischen Pinseln und den Siegelstempeln, die zum einen Glückwünsche, Identifikationen oder Glücksbringer sind, zum anderen durch die rote Farbe in die oft nur mit schwarzer Tusche ausgeführten Bilder Tiefe bringen und die Kalligraphie hervorheben. Ich habe heute meine Bildermappe aufgemacht und Euch einfach wahllos einige alte und neue, klassische und moderne Motive herausgesucht.

The weather is terrible - I don 't like it in March! So I looked in my picture folder and now I show you some paintings I worked in the last two years. I didn 't look after special pictures, so you can see modern versions and pictures painted in a classical way.

Mein Kater Mauzi mit Hibiskusblüten im klassischen Stil.

My cat Mauzi with Hibiscus in the classical style.

Die Mieze etwas stilisierter.

The cat in a more stylistic way.

Der kleine braune Panda-Bär

The little brown Panda

und sein bekannterer größerer schwarz-weißer Bruder!

and his black and white brother - bigger and well-known!

Das klassische galoppierende Pferd mit fliegendem Schweif.

Th classical horse in the gallop.

Eine etwas untypische bunte Version der Iris!

This is a colored version of Iris!

Ein morbides herbstlich verfärbtes Lotosblatt hat mich zu dieser modernen Interpretation inspiriert.

An Autumn leaf of Lotos inspired me to do this modern interpretation.

Mein Lieblings-Exotenbaum, die Tibouchina auf chinesisch, lach!

This is my prefered exotic tree, the Tibouchina in a Chinese painting!

Eine Gebirgslandschaft in der klassischen Malweise.

Here you see a classical landscape picture with mountains.

Die Bildeinteilung bei diesem Kormoran-Fischer auf dem Gelben Fluss ist nicht typisch für die chinesische Bildeinteilung. Es müsste mehr Fläche unbemalt bleiben. Gut, dass es die künstlerische Freiheit gibt.

Good to know that we are free in painting because this picture isn 't typical in the Chinese area division. It is the fisherman at the yellow river.

Spielt der Pinsel auf dem Papier, dann kann eine Landschaft auch ganz anders aussehen. Je älter ich werde, umso mehr denke ich, was ich sehe, kann ich besser fotographieren, ich will das malen, was ich denke, fühle, träume, spüre und empfinde. Ihr könnt Euch vielleicht denken, dass mich dieser Sonnenuntergang im Gebirge sehr beeindruckt hat.

When my brush begins to dance at the paper you can see another way of landscape and sundown. Earlier I painted what I saw. But in the last time I began to paint what I feel and think and dream! All what my eyes can see I can paint better with my camera.

Ich bin sicher, hier sieht jeder von Euch etwas anderes - subjektives und das finde ich gut.

I 'm sure you will see here another thing then I do and I think that 's good!

Hier kommen ein paar Figuren der Peking-Oper, die mich schon lange fasziniert. Jede Farbe in Gesicht und Kleidung, ja, jede einzelne Falte hat eine spezielle Bedeutung.

This are some figures of the Beijing Opera. I 'm fascinated of it since a long time. Every color in the faces and in the clothes is of great importance.

Die Darsteller sind nicht nur gute Sänger, sondern auch perfekte Schauspieler und Akrobaten.

The actors are great vocalists and perfect artists.

Die Kostüme sind seit Jahrhunderten unverändert.

The dress is always the same since a long time.

Aber auch hier ist mein Pinsel plötzlich undiszipliniert.

This is a modern way to see the figure of the opera.

Diese moderne Interpretation gilt nur dem Gesicht!

This is only the modern interpretation of the face!


Ihr fragt, was das sein könnte? Ich weiss nicht, es entstand, als ich mich nach dem Frühling zu sehnen begann.

You are asking me: "What is this?" I don 't know it exactly I only know that I dreamed SPRING when I began to paint this.


Freitag, 31. August 2007

Orchideen im August

Phalaenopsis, ich glaube diese Orchidee ist für alle erfunden worden, die dem Zauber dieser Gattung hoffnungslos verfallen sind, aber keinen Wintergarten zum Stellen oder Hängen haben. Hängen? Ja, auch Phalaenopsen sind am Naturstandort sogenannte Epiphyten, Aufsitzerpflanzen, wie viele Orchideen, die sich mit ihren Luftwurzeln an Ästen und Baumrinden festhalten, um genügend Licht zu erhaschen. Aber sie halten sich nur fest und sammeln mit den Velamen das Regenwasser und kleine Insekten- und Pflanzenreste als Nährstoffe, sie sind keine Parasiten, die dem Wirt schaden.

Phalaenopse haben keine großen Ansprüche. West- oder Ostfenster lieben sie, Süden etwas schattiert, viele kommen auch an einem großen Nordfenster klar. Sie wohnen gerne in ganz leichtem wasserdurchlässigen Orchideensubstrat, oder hängen an einer Borke der Korkeiche. Regenwasser, destilliertes Wasser, Kondenswasser aus dem Trockner, das sind so die Lieblingsgetränke. Kalk vertragen sie nicht, die Velamen der Wurzeln (das ist die silbrige Haut, die wie ein Schwamm Wasser aufsaugt und nicht berührt werden soll, möglichst auch nicht beim Umtopfen, weil die Poren sonst verkleben) würden sonst zerstört und die Pflanze würde unweigerlich langsam absterben. Orchideendünger ist mit Vorsicht zu verwenden. Ist eine Phalaenopsis verblüht, so schneide ich sie auf drei bis vier gute Augen zurück, dann kommen relativ schnell Seitentriebe. Wird der Blütentrieb ganz trocken, schneide ich ihn bis zum Ansatz ab, muß aber dann länger auf die nächste Blüte warten.


Diese Phalaenopsis hat mit dem Trick des Nicht-Ganz-Zurückschneidens einen zweiten Blütenflor innerhalb 2 Wochen angesetzt, insgesamt blüht diese Pflanze nun ein Vierteljahr.


Für Vandeen habe ich eine große Schwäche. Der Habitus ist völlig anders, als bei den meisten anderen Orchideen. Sie bildet einen richtigen Stamm, an dem abwechselnd rechts und links ein Blatt abzweigt. In den Blattachseln entwickelt sich die Blütenrispe. Die Vanda kann auch in vielen Farben vorkommen und ist eigentlich nur im Korb aufgehängt oder frei gehängt zu halten, weil sie richtige lange "Methusalem"-Wurzeln bekommt.

Auch die Vanda macht mir das Vergnügen dieses Jahr schon den zweiten Blütentrieb auszubilden, allerdings im Unterschied zur Phalaenopsis benötigt sie schon Wärme und hohe Luftfeuchtigkeit, so daß sie sich nur für den Wintergarten empfiehlt.

Die Vanda hat die gleiche Besonderheit, wie z.B. manchen Dendrobien, ihre Blüten wissen manchmal nicht, wohin schauen. So kommt es vor, daß eine Blüte auch mal auf dem Kopf steht.

Auch dieses weiße Dendrobium schaut etwas schräg in die Welt. Es ist eine Nachblüte, mit der ich gar nicht gerechnet habe, die Pflanze war im Garten in der Sommerfrische, na, genügend feucht wars ja. Dendrobien gibt es sehr dankbare, die ein Zimmerfenster tolerieren, aber das gilt nicht für alle.

Diese überrascht mich nach einem dicht blütenbesetzten Hauptflor nun mit einer etwas zaghafteren, aber genauso bezaubernden Nachblüte. Bei weißen Blüten muß man besonders aufpassen, daß man sie nicht mit Wasser benetzt. Sie reagieren sofort mit unschönen braunen Stellen.

Das zuletzt vor drei Tagen aufgeblühte Oncidium bildet das Schlußlicht in meiner Orchideenschau. Mehr hatte der ruhige August nicht zu bieten.

Wenn ich mir diese wunderbaren Einzelblüten eines Oncidiums ansehe, dann entdecke ich da sehr oft menschliche Abbildungen darin. Auch das Oncidium hat innerhalb eines 1/2 Jahres zum zweiten Blütenflor angesetzt. Diese Art ist auch für das Wohnzimmerfenster geeignet, aber es gibt auch hier Spezialisten, die lieber auf einem Korkblock wohnen und damit für den Wintergarten reserviert bleiben.

Wie Schmetterlinge tanzen die Orchideenblüten durch die Luft. Ich freue mich täglich an ihnen, weil sie mir, wie der Garten, täglich neue Überraschungen bringen. Und so werden auch ab und zu die chinesischen Tuschfarben ausgepackt und ein neues Bild entsteht.


Es gibt ja wirklich eine stattliche Auswahl an Orchideen. Aber heute wollte ich Euch einfach die zeigen, die bei mir Ende August zum Blühen kamen.

Sonntag, 12. August 2007

Bitte recht freundlich...













Eines meiner Hobbies paßt zu fast allen meinen anderen Interessen und ergänzt sie perfekt. Es ist die Fotographie. Meine Kamera begleitet mich auf jeder Exkursion, sie kommt mit auf Gartenreisen und wenn ich in meinen eigenen Garten gehe, ist sie natürlich auch dabei.

Ich habe gelernt, daß man vieles mit dem Kamera-Auge besser sieht. Da wird schon einmal eine Schwachstelle im Beet unbarmherzig aufs Bild gebannt. Farbfehler werden schnell aufgedeckt. Und auch zum Planen hilft mir die Fotographie eine Menge.

Egal, ob ich nun im Botanischen Garten eine gelungene Pflanzkombination entdecke und festhalte, oder ob ich im Frühjahr meine Krokuswiese ablichte, um vielleicht für noch eine Art ein freies Fleckchen zu entdecken, das ich dann im Herbst aufbuddeln und mit Zwiebelchen füllen kann.

Und ich sehe auch alles viel filigraner, detaillierter, finde kleinste Insekten, achte auf winzige Unterscheidungen in Blütenaufbau und -farben. Mit der Makrofotographie entdeckt man plötzlich andere Welten. Das Teleobjektiv bringt die Augen dazu, sich einen Gesamt-Überblick zu verschaffen. Das Fotographieren hat bei mir den Blick geschärft und das Bewußtsein für die winzigen täglichen Veränderungen in meinem Garten sensibilisiert. Dadurch habe ich noch mehr Freude in meinem grünen Reich.

Sonntag, 15. Juli 2007

Wieder mal Sonntag, ich habe frei!


CHINESISCHES TUSCHEMALEN



Sonntag ist etwas schönes, keine Behörden, keine Müllabfuhr, keine Postzustellung und keine offenen Läden. Da ist doch immer ein kleines Fenster offen, um meinen vielen Hobbys zu frönen. Und, wenn es ein Sonntag ohne Gäste ist, dann wird da unter Umständen ein ganz großes Fenster daraus. Heute ist so Tag; Garten ohne Gartenarbeit, Garten zum Genießen. Was mache ich? Zum Fotographieren ist es zu hell. Für mein Taiji-Qan ist es eindeutig zu heiß. Meine Reisefotoalben von den letzten drei Gartenreisen nach England, in die Normandie und Holland sind auch noch nicht fertig, aber das ist eine Winterarbeit! Lesen, ich und im Garten lesen? Da kommt eine Hummelkönigin geflogen und streitet mit dem Taubenschwänzchen um einen Blütenkelch, dann entdecke ich ganz hinten eine Tannenmeise, ein seltener Gast in meinem Garten, und wenn mein Blick dann noch auf die Ecke fällt, in der fast immer, wenn ich hinsehe, ein Gierschblatt frech aus dem Glockenblumenpolster herausragt, oh manno, ich bin immer noch bei der ersten Zeile beim Lesen! Buch im Garten, zwecklos, das ist für Regentage das richtige. Aber dann habe ich die Lösung: meine Malutensilien!!! Das geht wunderbar auf dem Gartentisch. Es ist schon ein andächtiges Ritual, wenn der Tisch mit Zeitungspapier abgedeckt wird. Dann wird der Reihe nach die Reispapierrolle gelegt, der Pinselhalter mit den feinen und dickeren Pinseln, die schwarze Tusche, chinesische Aquarellfarben, Wasserbehälter, Specksteinstempel und rote Stempelfarbe u.a. Kleinigkeiten, die zum Chinesischen Tuschemalen unerläßlich sind. Ist alles an seinem Platz, bin ich schon so konzentriert, daß mich zumindest der Giersch nicht reizen kann aufzustehen und zum Zupfen anzufangen. Es ist ja Sonntag!!! Aber klar, der Blick schweift kritisch über den Garten, er bleibt am Phlox hängen, schöne Farben, aber nicht für die chinesische Malerei geeignet. Die Hortensie, ja die schon eher, nein, das ist es auch nicht. Ha, da steht ein Töpfchen mit Gloxinien, heute also Gloxinien. Ich zeige sie Euch gleich, vielleicht auch ein paar ältere Sachen, damit Ihr so seht, was ich treibe, wenn der Giersch, die Brennesseln und Winden bei mir Urlaub haben und ich im Garten meditiere "ommm".