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Samstag, 26. Januar 2008

RÜHRT SICH SCHON ETWAS IM JANUAR?

Diese Fotos habe ich an zwei Tagen hintereinander Mitte dieser Woche gemacht. Einmal mit 14 Grad Föhnwärme und am nächsten Tag bei 2 Grad und einem puderzuckerigen Schneeüberguss. In den letzten paar Jahren habe ich das Gefühl, als würde der Januar sich zum April-Kasper des Winters entwickeln!

I photographed one day with 14 degrees and a warm wind and the next day with 2 degrees and a little bit of snow. January is the April of the winter!

Das leuchtende Gelb der Zaubernuß begrüßt Euch bereits im Vorgarten.

The Hamamelis x intermedia "Pallida" is blooming in my front garden.


Sonnenschein und Eis im Teichbereich bringen die Fläche zum Glitzern.

Sun and ice and the pond is glittering!


Am Tag darauf ist alles weiß überhaucht!

At the next day the earth and the pond are white!

Das Schneeglöckchen ist an keinem dieser beiden Tage vom Wetter beeindruckt. Es ist einfach schön und bereitet mir große Vorfreude auf den Frühling.

Galanthus nivalis is so beautiful. I want SPRING!

Das kennt Ihr noch nicht, ein Freund hat mir liebevoll einen Tuffstein ausgehöhlt und ihn mit Mittagsblumen, Sedum und natürlich mit Wurzerln bepflanzt. Sein Sohn schenkte mir den kleinen Tuffstein, den der 10 Jährige selbst mit Sedum bepflanzt hat.

This piece is new. A friend made for me this big stone container. The little stone container is a gift from his son. There are planted a lot of Sempervivum (the Bavarian name is "Wurze", and so I' m Wurzerl !!).


So wird Wurzerl's Garten immer noch verwurzter (des g'freit mi fei scho!).

In Wurzerls Garden are more and more Sempervivum (Wurzerl). I like it.

Im Iris-Beet strahlt mich der erste Winterling liebevoll an. Weil es der erste ist, darf er da bleiben. Wenn dann der große Tuff aufblüht, suche ich eine schlichte durchsichtige Glasschale, lege ein paar hübsche kleine Kieselsteine auf den Boden, anschließend fülle ich die Schale mit Wasser und schneide drei kleine Winterlinge direkt unter der Blüte ab. Sie schwimmen mit Grazie wie kleine Seerosen auf der Wasseroberfläche und ich habe einen wunderschönen, gelben "Seerosenfrühlingsteich" im Haus. Probiert es doch einmal aus, es ist kein Aufwand. Eine einfache Glasschale hat doch fast jeder und, wer diese zwischen Orchideen oder andere Pflanzen mit Wünschen an eine erhöhte Luftfeuchtigkeit stellt, hat nicht nur eine hübsche Dekoration, sondern tut auch den Zimmerpflanzen etwas Gutes.

The first Eranthis hyemalis is blooming in my Iris border.

Den Bachlauf betrachte ich etwas wehmütig, das lustige, gleichzeitig entspannende Plätschern fehlt mir, bald, bald soll er wieder laufen!

I' m waiting for the time when I see the water in my brook again!

Da leuchtet mir doch schon wieder ein Farbfleck entgegen. Die Primeln haben eigentlich auch keine richtige Winterpause eingelegt.

The primulas are blooming the whole time without any pause.

Und die Euphorbie macht doch immer noch eine gute Figur, mit interessanter Farbgebung. Die Topfhaltung schadet ihr gar nicht.

The Euphorbia looks always good with very interest colors.

Unter den Cyclamen coum Blättern finde ich doch tatsächlich schon eine ganz beträchtliche Anzahl von Knospen, die kurz vor dem Aufbrechen sind.

I' m so delighted about the bud of the Cyclamen coum.

Neben der Hütte wagen die ersten Winterjasmin-Blüten ein Tänzchen mit den Schneebeeren nebenan.

Near my garden shed is a dancing pair. The flowers of the Jasminum nudiflorum and the berries of the Symphoricarpos albus var. laevigatus are dancing in the windy air.

Alt und jung - Blüte und Frucht stehen nebeneinander.

Old berries and young flowers are near the fence!

Auch der Steingarten verändert sein Gesicht über Nacht.

The rockgarden also shows different faces.

Ich finde ihn zu jeder Zeit und bei jedem Wetter spannend.

It' s a good place at every time and every weather.


Zugegeben, viele Farbtupfer sind noch nicht zu sehen. Wenn ich an andere Posts denke, die zeitgleich erschienen sind , muß ich sagen: 1 zu 0 für den Norden und Westen der Republik. Aber wir haben JANUAR und die Alpen sind nicht so ganz weit entfernt!

Ok, there aren' t a lot of coloured spots, but it' s JANUARY and I live in Bavaria!!

Samstag, 8. September 2007

Der Steingarten im September

Im September wird es schon übersichtlich am Steingarten. Es gibt noch die Spätblüher wie Alant und Herbstenzian, Nachblüten von Sedum und Steinkraut und die unermüdlichen Dauerblüher sind immer noch eifrig zugange: spanisches Gänseblümchen, Lerchensporn, Zwergviolas, Erigeron, Kriechglockenblume, Lein und Karthäusernelke und das Johanniskraut.

Von den aufgeblühten Silberdisteln habe ich mir einige schon vor Wochen abgeschnitten, sie sollen meine Herbstdekoration verstärken. Nächste Woche werde ich mich mit diesem Thema beschäftigen.

Hier dürft Ihr einmal gaaaanz tief in die Blüte meines Enzians schauen. Kaum eine andere Pflanze schafft diesen Farbton. Und die Herbstenziane, die es übrigens auch in weiß oder rosa gibt und meistens Rhododendronerde brauchen haben jetzt ihren großen Auftritt.

Wurzen- und Sedum-Arten sind inzwischen gut im Steintrog angewachsen. Sie harmonieren schön mit den Moosen und Flechten. Keiner stiehlt dem anderen die Schau.

Auch die Spinnweb-Wurz fühlt sich wohl in der neuen Umgebung.

Das Steinkraut sät sich jedes Jahr selbst aus und blüht unermüdlich.

Der Edel-Gamander ist ein Andenken an eine Gartenreise in die Normandie. Ich denke, im Winterhalbjahr werde ich Euch immer wieder Gärten aus aller Herren Länder vorstellen, die ich besucht habe.

"Mausi" und Viola sind immer noch selig verbandelt, wahrscheinlich wird erst der Frost ihre charmante Liason zerstören.

Ganz besonders liebe ich die Sternchen-Blüten von Saxifragas, Sedums und ähnlichen Pflanzen.

Gelb und rot sind neben dem enzianblau jetzt die vorherrschenden Töne im Steingarten.

Den rötlichen Mauerpfeffer (Sedum "Chocolate Ball") liebe ich sehr wegen seines Farbspiels. Und wenn die gelben Sterne auf der Spitze erscheinen, dann ist die Pflanze in meiner Gunst weit vorne.

Der Steintrog hat inzwischen seine endgültige Gestalt angenommen und seinen zukünftigen Standplatz neben dem Steingarten bezogen.

Da ich auf eine Staffelung der Pflanzen verzichtet habe und nur Polster und Rosetten gepflanzt habe, muß ein schön gedrehter Ast die Aufgabe des himmelstrebenden höheren Elementes übernehmen.

Freitag, 24. August 2007

Katerchen "Socke" macht Nägel mit Köpfen

Katerchen Socke ist nun schon dreißigmal durch den Garten gelaufen, von den Rosen zum Oleander, von der Eibe zum Ficus im Wohnzimmer. "Die sind alle zu hoch", beschwert er sich. Das kann man nie und nimmer in einen Steingarten pflanzen. Socke hängt sich ans Telefon und ruft bei Mauzi an.

Der läßt sich nicht lange bitten, hops, schon ist er im Regal. Leider erwischt er die Abteilung Wirtschafts-Geographie. Da kann er die Frage von Socke nach geeigneten Steingarten-Pflanzen nicht überprüfen. Aber Vertrauen ehrt und außerdem verträgt Mauzi es überhaupt nicht, sich vor einem "Söckchen" zu blamieren. Also springt er elegant aus dem Bücherschrank und marschiert zur Diakasten-Abteilung.

Das klingt schon besser: "Südenglische Gärten". Aber ehrlich gesagt, so richtig schlau wird er aus den Dias auch nicht. Da sind Parkanlagen, Cottage-Gardens, verflixt, da wird er improvisieren müssen. Mauzi ruft bei Socke zurück und meint in ziemlich blasiertem Tonfall. "Also ich würde je eine Büchse Erbsen und Karotten von Deinem Dosenöffner aufmachen lassen, und die sähst Du dann direkt in den Steingarten. Das wird dann schon," fügt er noch hoffend hinzu.

Kater Socke zieht sich hinter den Vorhang zurück und überlegt. Wenn ich Erbsen auf den Steingarten lege, dann kullern die doch wie Murmeln abwärts? Nö, den Mauzi wird er künftig nicht mehr fragen, schließlich wollte er doch selber der Ober-Gärtner sein. Jetzt wird er aktiv und scheucht sein Personal. Dosi packt brav ihre zwei entzückenden Omas in ein riesengroßes Auto. Weil sie GsD das Telefonat der beiden Kater nicht mitbekommen hat wird auch noch Mauzis Dosi als Beraterin mitgenommen und nach einem Besuch in einer Münchner Gärtnerei wird große Beute zum Steingarten geschleppt.

Socke untersucht sofort alle Einkäufe, zeigt sich zufrieden und sortiert gleich alle Neuerwerbungen auf den Steingarten.

Puh, das ist ganz schön anstrengend. Als alle Pflanzen ihren Platz zugewiesen bekommen haben, muß Socke erst einmal verschnaufen. Dazu legt er sich auf seinen Lieblingsplatz, auf den "Königsfelsen". Dosi hat den Stein so getauft, als Socke es sich das erste Mal da bequem gemacht hatte, es erinnerte sie an den Disney-Film: "König der Löwen", da kam auch so ein Felsen vor. Und mit einem Löwen kann Socke allemal mithalten. Wenn ein fremder Kater in Sockes Garten kommt, wird der so furchterregend angefaucht, daß jeder im Schweinsgalopp Reißaus nimmt.
Nun wird der "Obergärntner" schon wieder ungeduldig, "los schon"herrscht er seine Mannschaft an: "einbuddeln, eingießen, kommt endlich zu Potte"!

Aufmerksam verfolgt er dann, wie Löcher gegraben werden, eine Schaufel gute Gartenerde in das Loch eingefüllt und die ausgetopfte Pflanze eingesetzt wird.

Socke ist der Meinung anschaffen ist ganz schön anstrengend, deshalb ist er schon weit vor Dosi auf der Couch und will nicht mehr gestört werden. In Gedanken überprüft er noch einmal alle Pflanzen, die er so kunstvoll auf dem Steingarten verteilt hat. Nicht einmal der volle Napf kann ihn heute noch von der Couch locken.

Sommer-Enzian

Geranium

verschiedene Sempervivum-Arten

ein kleiner Steingarten-Farn

Sedum-Arten

Glockenblumen

Hungerblümchen, Nelken, Sonnenröschen, Saxifraga, Lavendel, Lein, Bergastern und so viele andere Stauden haben Einzug im Steingarten gehalten.
Socke hat darauf geachtet, daß die verschiedenartigen Steinfarben gut mit den Blütenfarben harmonieren, so wie hier der grauweiße Stein die Edelweißblüte wiederspiegelt.

Eine kleine Bergkiefer, eine zwergige Muschelzypresse und ein Mini-Kriech-Wacholder dürfen die Gehölze repräsentieren, eine Alpenrose wird später ergänzt.

So sieht das Werk jetzt fertig aus. Im Herbst werden noch ein paar Spezialisten Einzug halten, und im nächsten Frühjahr soll hier schon eine ganze Menge blühen. Sockes erster Gartenwunsch ist also endlich erfüllt. Wie ich ihn kenne, wird er seine Mannschaft bald losjagen, damit auch in der Blumenrabatte etwas vorwärts geht.

Zur Erinnerung: vorher

nachher!