Dienstag, 4. September 2007

"Es klappert die Mühle am rauschenden Bach..." Teil 1: die Landschaft

Heute möchte ich Euch gerne zeigen, wo ich am Sonntag gewandert bin. Damit Ihr nicht gleich aus der Puste kommt, ist das Gelände ganz gemächlich ansteigend und genauso gemütlich geht es zum Parkplatz zurück.

Ich möchte mit Euch durch das Mühltal wandern. Es gehört zu Samerberg, das ist kein Ort, sondern eine Zusammenfassung kleinerer Siedlungen im Dreieck der Inntal- und Salzburger Autobahn.

Fast die ganze Wanderung werden wir von zwei Komponenten begleitet, Wasser und Kalkfelsen. Über die abwechslungsreiche Flora werde ich Euch morgen erzählen. Ich war sehr erstaunt, was im bayerischen Alpenland noch so alles blüht.

Ich bin begeistert von Fließgewässern, die nicht "einbetoniert" dahinströmen, wie der Inn, den wir noch kurz vorher überquert hatten. Hier darf das Wasser noch über bemooste Steine hüpfen und an den Ufern kleine Höhlen auswaschen. Meine Begleiterin erzählt mir, daß sie hier schon einmal einen Eisvogel beobachten konnte.

Gezähmt wird das Wasser erst in Mühlennähe, und weil es Mühltal heißt, gibt es hier gleich mehrere davon.

Diese Mühle hat gleich nebenan noch ein aufgestautes Becken, das als kühles, sauberes Forellenwasser angelegt wurde.

Dort wo die Kalkfelsen nicht steil nach oben steigen, begleitet uns schöner Mischwald, mit viel Anteil an Laubbäumen.

Plötzlich öffnet sich das enge Tal und weitet sich scheinbar unendlich, die steilen Felsen werden zurückgedrängt und saftige Viehwiesen liegen rechts und links von der Straße.

Auf die Nähe einer Ansiedlung weist das Wegkreuz hin.

Mit neugierigen Blicken werden alle Wanderer empfangen.

Und schon haben wir im Ort "Holzmann" das Jägerhäusl entdeckt und sitzen gemütlich vor dem Balkonkasten mit der wunderbaren Aussicht zum zahmen Kaiser.

Gleich gegenüber der Gaststätte ist ein typischer Bauerngarten. Die Dahlien haben dort gerade ihren strahlenden Auftritt.

Die Wiederkäuer lassen sich überhaupt nicht aus der Ruhe bringen.

Jetzt wandern wir mit dem Wasser abwärts.

Vereinzelt begegnen uns schöne Gehöfte mit ihrer bunten Spätsommerpracht.

Besonders faszinieren mich die eingestreuten Baumriesen, die mit Moos in der Borke und abgestorbenen Ästen eine majestätische Ausstrahlung haben.

Da wir die Route kurz vor Schluß noch etwas abändern, sehen wir noch eine weitere Mühle. Das Rad läuft eifrig, durch die Kraft des Wassers angetrieben. Wir müssen leider den Heimweg antreten. Und morgen zeige ich Euch, "was Euch hier so blüht", wenn Ihr einmal hierherfinden solltet.

Kommentare:

SchneiderHein hat gesagt…

Herrlich solche noch wilden Gewässer. Es ist wirklich schade, dass der Mensch viel zu oft die Natur vergewaltigt, so dass solche idyllischen Wasserwege so selten geworden sind.
Freue mich schon auf Deine Blümchen vom Wegesrand und wünsche Dir einen schönen Tag!
Silke

Britta hat gesagt…

Ach wie schön, da möchte man doch direkt in die Bilder kriechen....wie erholsam, da könnte es mir auch sehr gut gefallen. Superschöne Aufnahmen.

Liebe Grüße, Britta

Margit hat gesagt…

Eine schöne Wanderung, Wurzerl! Die alten Mühlen sind ein toller Anblick. Ich mag ja auch so gerne frei dahinplätschernde Gewässer, wie du sie zeigst. Der alte Hof mit dem wunderschönen Garten davor ist wirklich ein Traum! So stimmig sieht man das ja nur mehr selten.
Ich bin schon gespannt, was du für Pflanzen bei deiner Wanderung entdeckt hast!
Das Mühltal würde mir bestimmt auch gefallen. Ganz den Überblick hab ich nicht: Wie weit liegt denn das von Salzburg, wo ich des öfteren bin, in etwa entfernt?
Liebe Grüße, Margit

Wurzerl hat gesagt…

Margit, ich bin ja von der anderen Seite gekommen (war ausnahmsweise auch Beifahrer und habe nicht so darauf geachtet). Du könntest sicher auch von der anderen Seite von der Salzburger Autobahn (denke Ausfahrt Rosenheim-Richtung Neubeuern) her hinkommen und Dir den Schlenker Inntalautobahn - Brannenburg sparen.
Googel doch mal 83122 Samerberg, dann kannst Du Dir selber ein Bild machen.
LG Wurzerl

Margrit hat gesagt…

Ich beneide dich um diese schöne Gegend. Ich liebe ja die Berge, habe ich sie doch sooooooo selten. Wandern mag ich zwar nicht so gerne, aber mit dir bin ich gerne mitgegangen. Wunderschöne Fotos. So richtig idyllisch. Danke dafür.
LG Margrit

Jojo hat gesagt…

Hallo Wurzerl, Berge sind eigentlich nicht so mein Ding, aber um so mehr das Wasser in jeglicher Form, zumal wenn es ein (vom Menschen) ungezwungener, munter plätschernder Mühlbach ist. Und diese traditionellen Bauern-Gärten!!! Es hat mir große Freude gemacht, Dich zu begleiten in dieser Idylle. Einfach herrlich - Danke schön!!! ICh freu mich schon sehr auf die Fortsetzung - liebe Grüße von Marlene

Miyelo hat gesagt…

Wasser und Mühlen, das ist etwas herrliches. Ich mag naturbelassene Bäche und Flüsse auch sehr. Wenn ich an unsere Urlaube auf Korsika zurückdenke, dann sind wir zwar ans Meer gefahren, aber die Ausflüge ins Innere, in die korsische Gebirgslandschaft und die wilden Flüsse, das war damals für mich viel faszinierender.
Liebe Grüße
Elke

Birgit hat gesagt…

So schöne Fotos von einer so schönen Landschaft. Es gibt diese Landschaften doch noch. Auch wir haben gerade in Bayern noch einige davon sehen dürfen. Mir persönlich gibt diese schöne Natur immer sehr viel Ruhe. Wenn man in solch einer schönen Landschaft wohnen darf, hat man den vielen Stadtmenschen doch schon einiges voraus.
LG Birgit

stadtgarten hat gesagt…

Das war eine wunderschöne Wanderung! Beim Betrachten Deiner Fotos höre ich richtig das Wasser rauschen und plätschern. Das macht Sehnsucht nach einem Urlaub im Gebirge, dort waren wir schon so lange nicht mehr.
LG, Monika

Helens Blog hat gesagt…

Hallo Wurzerl,

danke dir das wir dich begleiten konnten!
Sehr schöne Fotos und dein Bericht dazu
wie immer wunderbar... man glaubt man ist
selbst dabei!!

Wünsche dir gute Besserung

Einen schönen Abend noch
liebe Grüße Helen