Sonntag, 5. Juli 2015

ROSENERLEBNIS BEI SPEZIALISTEN

Im Juni hatte ich das Glück Christine Meile und Udo Karl besuchen zu können und ihr neues Gartenreich für Euch fotografieren zu dürfen. Da Christine als Fotografin und Buchautorin tätig ist, danke ich ihr noch einmal ganz herzlich für diese Erlaubnis und führe Euch jetzt ohne Umweg in die "Rosengaße" und in dieses herrliche Duftreich ihrer Rosen.
Die Königin der Blumen spielt immer die Hauptrolle, lässt sich daraus nicht verdrängen, trotzdem findet man hier auch viele Beispiele, welche Stauden eine Rose gut begleiten können.
Es ist unmöglich über jede Rose hier zu sprechen, aber einige die ich besonders apart fand, oder deren Duft mich einfach betörte  möchte ich Euch hier zumindest namentlich vorstellen: Rosa "Lessing" zum Beispiel.

Wer sich nicht entscheiden kann, welchen Farbton er am besten wählt, der ist mit dieser Rose auf der sicheren Seite, von rosa bis dunkelstviolett spielt sie vom Aufblühen bis zum Vergehen mit den Farbtönen. Sie heißt: Rosa "Jenny Duval".

Rosa "Reine des Violettes" verdient ihren Namen absolut. Nomen est omen!
Die Astrantia oder Sterndolde ist ein hübscher Rosenbegleiter.

Rosa "Christine Hélène" bringt ein sanftes Gelb in den Garten, die Knospen intensiv und wie weit die Blüte sich entwickelt hat, sieht man an den zunehmenden Weißtönen. 

Eine etwas auffälligere Staude ist Digitalis purpurea. Der kerzenartige Habitus läßt sie wie weiße bis pinkfarbene Raketen zwischen den Rosen und anderen Stauden emporschießen.

Rosa "Marguerite Hilling" schaut offen und interessiert Udo Karl zu, wie er sich liebevoll den abgeblühten Zweigen annimmt, während Christine uns zu jeder Rose etwas interessantes erzählen kann.
Die farbliche Harmonie zieht sich durch den ganzen Garten und man muss schon mehrmals an die gleichen Stellen zurückgehen, um immer wieder noch einmal etwas Neues zu entdecken.

Rosa "Pourpre Charmant" - ist das nicht ein herrliches Rot???

Liebe Christine, diese beeindruckende Rosa "Sweet Pretty" sah ich gestern in einer Rosengärtnerei und sie steht jetzt auf der Terrasse und wartet, dass die Hitze vorübergeht und sie einen würdigen Platz bekommt und jedesmal wenn sie erneut aufblühen wird, werde ich immer in Gedanken  in Eurem inspirierenden herrlichen Rosengarten spazierengehen.
Das ist so wunderschön an persönlichen Begegnungen mit Gartenfreunden. Es ist nicht nur eine menschliche Bereicherung, für die ich jedes Mal sehr dankbar bin, es ist auch eine Inspiration für den eigenen Garten die man mit nach Hause mitnimmt. 
Mit großer Freude hat mich erfüllt, dass ich zum Abschied in das Buch von Christine und Udo eine persönliche Widmung geschrieben bekam. Vielen Dank auch dafür Ihr Lieben. 

Wenn Ihr mehr über die Beiden erfahren wollt, so googelt doch einfach nach: 

http://www.rosenmeile.de/ 

Solltet Ihr spezielle Fragen zu Rosen haben, oder Euch gerne engagiert über dieses Thema mit Christine und anderen Experten austauschen wollen, so meldet Euch doch einfach in Facebook bei  der Gruppe: "Rosenenthusiasten" an. Ich würde mich freuen, Euch dort begrüßen zu dürfen.   
 

Dienstag, 30. Juni 2015

HERMANNSHOF IST FÜR DEN BADENER DAS, WAS DEM BAYERN SEIN WEIHENSTEPHAN IST!


Ein Spaziergang ohne meine Kommentare - ja, als ich den Hermannshof betrat, da hat es mir doch die Sprache verschlagen. Warum? Na, das habt Ihr doch gesehen! Ich hatte übrigens nur ein kleines Stündchen Zeit, darum freue ich mich, dass ich im August wieder zurückkomme mit der GdS-Gräsertagung und dann bleibe ich länger, damit ich in Ruhe fotografieren kann. Aber ich wollte Euch doch schon heute mitnehmen zu diesen Könnern der modernen Staudenbeete. Wenn Ihr mehr über den Hermannshof in Weinheim erfahren wollt, dann googelt doch einfach, oder besucht diese Seite. 

http://www.sichtungsgarten-hermannshof.de/

Mittwoch, 24. Juni 2015

WURZERLS JUNI-ROSENGARTEN!

Gehen wir von der Terrasse aus nach links, riecht bitte an der Rosa "Veilchenblau" und werft einen Blick auf die weißen Puschel des Sanguisorba.

Der Blick schweift schon über den Steingarten, der mit Dianthus, Geranium, Campanula, Saxifraga und Euphorbia in Sorten in voller Blüte steht, da fällt der Blick noch auf die Rosa "Bonica 82".

 Sowohl auf dem Steingarten, als auch am Wegrand links dominieren mit der Lonicera pastellige Farben, die mit den Rosen harmonieren. Wenn diese verblüht sind, wird der Hemerocallisweg in starken Farben leuchten. 


Schnell sind wir in meinem Garten hinten angekommen und werfen einen Blick auf das Paradiestor. Wie immer leuchten Symphytum und der Ahorn auf der anderen Teichseite mit der Sonne um die Wette. Rosa "Dark Lady" steht unbeeindruckt zwischen den verblühten Akeleien.

Im Peripheriebeet finden sich nun Blattschönheiten von Hostas und Farnen mit den satten Blättern und den morbiden Blüten der Helleboren zusammen. Die weiße Türkenbundlilie leuchtet aus dem Schatten der Hütte.
Auf dem kleinen Steg des Bachlaufs kann man in Richtung Terrasse schauen. Dort sind die Persicaria und Iris verblüht, aber Lysimachia, Buddleia und der Blutweiderich "Zigeunerliebe" stehen schon in den Startlöchern.

Dem kleinen Fuchs gefällt es offensichtlich auch am Teichrand.
 Aber wir gehen weiter am "mobilen" Steingarten und der "Insektenpension Wurzerl" vorbei in den Rosenpavillon.


Im Rosenpavillon blüht die Rosa "Rosarium Uetersen" zum ersten Mal so üppig, dass ich zum wiederholten Male zu mir sage - wow, was für ein Rosenjahr! Die neugesetzte Rosa "Guirlande d'Amour" und die Rosa "Morning Jewel" machen gerade eine Blühpause.



Damit es nach der Rosenzeit nicht fad wird mit den Farben, gibt es hinter dem Pavillon und am Bachlauf lebhafte Blattfarben und -formen.
Überall im Garten findet sich Geranium in vielerlei Sorten.

Die Ahornecke habe ich völlig umgestaltet, dort wuchs üppig das gelbblühende Phlomis, das Brandkraut ist umgezogen und nun gibt es dort nur sehr viele Frühlingspflanzen, ich bin z.B. jetzt stolze Besitzerin von 12 verschiedenen Galanthus und den Rand habe ich mit niedrigen Carex und Heucheras gestaltet, damit das ganze Jahr über der Habitus des Ahorn nicht verdeckt wird.

Nach der Ahornecke sind wir auch schon wieder auf der Geraden, die zurück zur Terrasse führt, aber da gibt es ja noch das Terrassenbeet und den Teich von der anderen Seite, wo man die Seerosen besonders nahe betrachten kann.


Die Stacheldrahtrose hat jetzt rotes Feuer in die Stacheln bekommen. Die kleinen weißen Blüten sind immer mein erster Rosengruß im Jahr.
Ah, die Rosa "Ghislaine de Feligonde" ist schon im Blick, das heißt der Rundgang nähert sich dem Ende.
Wir sind wieder von der Teichseite her auf der Terrasse angekommen. Der Duft der Veilchenblau und der Ghislaine ist nicht mehr aus der Nase zu bekommen, wie schön!
Mit der in der Nachmittagssonne glühenden Rosa "Ghislaine de Feligonde" beende ich den heutigen Spaziergang durch meinen Garten und hoffe es hat Euch gefallen, mich zu begleiten.