Donnerstag, 25. August 2016

LANDSCHAFTSPARK DENNENLOHE



Herzlich willkommen im Schloss Dennenlohe.


Nein, das ist nicht der Schlossherr, aber der Leithund der Rasselbande die man im Schlossgarten oft antreffen kann.


Schon im privaten Gartenteil spürt man die Hand des "grünen Barons" der "seine Pflanzen" sehr genau kennt.   


Der Park der sich direkt am Schloss anschließt, ist nur wenige Tage im Jahr für die Besucher geöffnet.      



Also schreiten wir durch das Mondtor, das schon andeutet, dass uns ein "Ausflug für die Sinne" bevorsteht. Nach chinesischer Philosophie betritt man immer eine andere Welt, sobald man durch so ein Tor geht.


Der Löwe ist der Parkwächter des Landschaftsparks. Der öffentliche Teil ist täglich von Karfreitag bis Ende November geöffnet. 


Die Bäume sind vorbildlich namentlich beschildert und sachkundig mit Stauden unterpflanzt (hier Arum italicum und Helleborus).


Nach wenigen Metern öffnet sich der Blick auf die riesige Wasserfläche. Ein "Insel-Perlenwege-System" bietet fast meterweise herrliche Sichtachsen und überraschende Aus- und Einblicke.


Große Abstände werden mit einem Wegdamm gestaltet, aber es gibt auch eine stattliche Anzahl Brücken, meist in der chinesischen Glücksfarbe "rot" gehalten. Hier wirkt die Wasserfläche wie "grüner" Rasen, so ist sie durch die Krebsschere zugewachsen. Diese Farb- und fernöstlichen Gestaltungselemente begegnen dem Besucher immer wieder in diesem Park und ergeben genau die sinnlichen Momente, die der Schlossherr offensichtlich vermitteln möchte. 


Hier zum Vergleich ein schlichtes rotes Boot und ein grüner Seerosen-Teppich die den gleichen Effekt erzielen.


Blicke werden magisch auf kleine asiatische Steinskulpturen gelenkt. 


Licht und Schatten sind die Dramaturgen in diesem Spiel. 


So viele magische Momente, wer kann sich da nicht fallen und die Seele baumeln lassen?


Die Lotusblüte schaut mir fragend in das Gesicht: "Bist Du schon in Dir selbst angekommen?"


Unbewußt nicke ich, während ich fasziniert die Steingöttin zwischen den Lotusblättern betrachte.


Es ist fast schwierig, dem glitzernden Wasser zu entkommen. Da hilft nur der Tunnelblick durch einen Bambus-Gang, der die Landschaft aussperrt und die Konzentration auf Buddha leitet.


Kurz darauf genieße ich schon wieder die abwechslungsreiche Bepflanzung des Parks.


Ein großer Schilf- und Moorbereich umgibt den bhutanischen Tempelhügel.


Auf halber Höhe befindet sich das Gebetsmühlen-Häuschen, die Gebetsmühle im Inneren wird mit zugeführtem Wasser gedreht. Genau wie die bunten Stofffetzen, auf denen Wünsche und Gebete aufgeschrieben sind, ist jede Drehung der Mühle eine Bitte um Erfüllung der Wünsche der Gläubigen.
  

Da hier auch gerne profan von den Besuchern gefeiert wird, kann sich dieser Platz kaum zu einem Kraftort entwickeln. 


Aber bei so viel Platz und Weitsicht kann das sicher jeder für sich persönlich erspüren, wo er/sie sich besonders wohl fühlt. 


Spannend empfand ich auch die vielen Kontraste botanischer Art. Rabatten und Border sucht man hier Gott sei Dank vergeblich, aber es gibt große Flächen, die für Insekten, Vögel, Kleinsäugetiere und Amphibien eine Überlebenshilfe bieten. Hier blüht Erigeron annua, ein Ruderal-Korbblütler, der Insekten im Hochsommer und Frühherbst magisch anzieht.


Das gärtnerische Engagement von Baron Süsskind ist so anerkannt, dass der botanische Garten Erlangen zwei Moor-Pflanzungen mit Insektivoren, Gräsern und Stauden wie dem Lungenenzian spendiert hat.


Außerdem wurde dem Park der Status eines "Botanischen Gartens" zuerkannt. Im Schloss findet zudem jährlich die Verleihung des Europäischen und Deutschen Gartenbuch-Preises statt.


Immer wieder ergeben sich neue Ausblicke. Wer sich öffnen kann, hat schon jetzt viel Seelenbalsam gesammelt.


Ich habe noch längst nicht alles gesehen und muss wiederkommen. Auch das Parkbild zu anderen Jahreszeiten muss faszinierend sein. Wer möchte nicht den riesigen Rhododendron-Drachen in voller Blüte erleben? Am besten, ich bleibe am Ball, pardon, ich meinte die Website, wo ich immer bestens informiert bin. Wem der Spaziergang gefallen hat, der kann sich gerne auch dort weiter kundig machen: 

www.Dennenlohe.de


Sonntag, 31. Juli 2016

JELITTO'S GARDEN - HANSE TRIFFT WIEN !

Eigentlich wollte ich heute mit den Gärten meiner Schleswig-Holstein Reise weitermachen. Als ich mich jedoch daran erinnerte, wie eine Gärtnerin in der Nähe von Bremen auf ihre Rittersporne schwor und noch mehr auf die Samen-Tüten von Jelitto, die so gut auf Keim-Festigkeit geprüft werden, dass sie niemals grössere Ausfälle, wie bei anderen Saatgut-Firmen erlebt hätte, plante ich spontan um. Ich tauchte  noch einmal in mein Fotoarchiv ab und möchte nun mit Euch erst einmal einen "kurzen" Abstecher zu Till Jelitto nach Klosterneuburg  bei Wien machen. 



Wie sehr freute ich mich, auf meine Anfrage, ob ich den Garten besichtigen dürfe, eine positive Antwort zu bekommen. Viel Zeit hatte Till verständlicherweise nicht. 




Als vormaliger PR-Manager eines Technologie-Unternehmens und langjähriger Tätigkeit als Research Fellow an einer Top100 Universität, gründete er später PR&D, dessen Managing Partner er bis heute ist. Und nun, eines dienstags morgens betrete ich den Garten mit großer Spannung, aber keinerlei Vorstellung, was mich erwarten würde. 



Der erste Blick auf die wichtigsten Sicht-Achsen zeigt mir, dass die unterschiedlichen Höhenniveaus architektonisch sehr geschickt angelegt und klug zur optischen Raumvergrößerung genutzt wurden. Das Gelände war sicher schwer in den Griff zu bekommen. Aber wo anders sollte ein Hanseate residieren als hoch über der Stadt - mit "Weitblick"! Ab 2017 wird sie nicht mehr der Peripherie Wien, sondern dem Bezirk Tulln angehören. 


Eryngium zabelii 'Big Blue' mit Rudbeckia fulgida var. sullivantii 'Goldsturm'



Als ein Mitarbeiter von Karl Foerster in einer tschechischen Gärtnerei eine besonders reichblühende Variante von Rudbeckia fulgida fand, gab ihr der Stauden-Papst den Namen 'Goldsturm'. Nach dem II. Weltkrieg wurde diese zu einer der beliebtesten Sommerstauden. Selbst in den USA trägt sie bis heute ihren deutschen Namen. Die Samenhandlung Jelitto, die der Vater von Till gegründet hatte, konnte zu dieser Beliebtheit einen wichtigen Beitrag leisten, so sagt Till: "Goldsturm war eine der ersten Jelitto 'Goldkorn'-Samen, bei der die vermaledeite Keimruhe gebrochen werden konnte."




Was für ein interessanter Garten! Was für ein interessanter Mann! Aber... meinen Leib- und Magenspruch "Zeige mir Deinen Garten und ich sage Dir, wer Du bist", den habe ich mir in diesem Garten abgewöhnt. Das Gerüst passte durchaus zu dem Bild, das ich mir von diesem weltoffenen, intelligenten und doch der norddeutschen Heimat sehr verbundenen Menschen gemacht habe. An der Pflanzung irritierte mich einiges, bis ich später von Till die Information bekomme: "Die erste Bepflanzung sollte ein paar Reminiszenzen an Stauden mit Familien-Bezug haben." Ah!!! es muss also hier heißen: "Zeige mir vor dem Garten Deinen Stammbaum, dann verstehe ich Dich und Deinen Garten tatsächlich".




Ein ganz wichtiger Eye-Catcher ist sicher die "Lutyens"-Bank, die mittig im höchst gelegenen Garten-Bereich thront! Die beiden Randbeete verjüngen sich nach hinten, die Bäume (Prunus schmidtii mit säulenförmigem Wuchsform) die in den Mixed-Bordern rechts und links die Linien in Richtung Bank flankieren, scheinen sich vor der Majestät zu verneigen, die allerdings selten hier Platz nimmt, weil der unten seitlich platzierte Pavillon zu einladend "im Weg steht". Und... mit diesem architektonischen Kniff wirkt die Entfernung tatsächlich viel größer als sie in Wirklichkeit ist.
  

Eine weitere Hommage an die Familientradition sind die Astilben arendsii Hybriden. Till meint dazu: "Es gibt auch ein paar Astilben arendsii im Garten, weil mein Großvater Leo Jelitto bei Georg Arends (Urgroßvater von Anja Maubach) in den 1920er Jahren in der Lehre war, als diese Astilben-Sorten entstanden sind." Mir war der Name des Großvaters von einem meiner wichtigsten Pflanzenbücher bereits ein Begriff: "Die Freiland Schmuckstauden" von L. Jelitto begründet, mit Schacht und Fessler erweitert und später vom Ulmer Verlag als gutes Handbuch, das bis heute Bestand hat, herausgegeben. Mit immer größer werdendem Vergnügen und Interesse tauche ich noch tiefer in diese interessante Familiengeschichte ein. 


Um einen Teil der Böschung sanft abzufangen, wurde über den gesamten Terrassen-Bereich, unterbrochen von einer Treppe, mit leichtem Schwung sich weiterwindend, eine Natursteinmauer quer über das Grundstück gebaut. Die Mauer ist auch ein schützender Hintergrund für den Teich, der so üppig bestückt ist, dass er sich völlig natürlich einfügt.


Endlich hört es zu regnen auf und die Seerose blickt mit großem ungläubigem Auge noch etwas verschlafen in den blauer werdenden Himmel. 


Die Herrin des "Dosenöffners" Till interessiert sich mehr für das Regenwasser, die Feinschmeckerin mag wohl kein kalkhaltiges Wasser trinken. 



Blutweiderich (Lythrum) mit Echinops (Kugeldistel) 

Im Internet finde ich eine Beschreibung von Klaus Jelitto, dem Vater von Till, wie er zum erfolgreichen Samen-Händler wurde: 

"...denn ich war der einzige männliche Nachkomme in der Familie mütterlicherseits, welche die 1788 gegründete Firma J.M. Helms Söhne, Forst- u. Waldsamen und Klenganstalt in Tabarz/Thüringen betrieb... Mein Einstieg in das selbständige Samen Geschäft erfolgte etwas gewunden über Umwege. Es war zunächst die "Klaus Jelitto Gartenbau-Agentur" für Skandinavien, die ich 1957 beim Gewerbeamt in Stuttgart eintragen ließ. Standort war aber sogleich Landskrona in Schweden. ..."

Das liest sich so spannend, dass ich am liebsten den ganzen Text hier hereinkopieren würde, aber wen es interessiert, wie schwer die ersten Jahre waren, wie klug und bedacht die Firma dann bald zum Erfolgsmodell wurde und wie auch kriminelle Energie diesen Erfolg nicht aufhalten konnte, der kann diesen Bericht leicht ergoogeln. 

Es berührt mich auch sehr, wenn ich daran denke, dass mein Mann mir öfter erzählte, dass sein Vater als Samen-Händler in Norddeutschland gearbeitet hat. Ich bin mir ziemlich sicher, dass sich diese beiden Männer gekannt haben. 


Inzwischen bin ich beim anderen Ende der Mauer angekommen und wende mich "bergab"! Wieder schafft eine ruhige Grasfläche Raum. Wieder gibt es keine starren Quadrate oder Rechtecke, die spielerische Auflösung von Flächen und Vermeidung von geometrischen Formen ist sehr wichtig in einem terrassierten Hang. 



Die Wiederholung von Bewährtem wirkt großzügig. Auch hier verjüngt sich der Rasen, diesmal zum Seitenende des Gartens hin. Wieder gibt es keine scharfe Ecke, aber den weißen Eye-Catcher, hier in Form der Hydrangea 'Annabelle'. 


Zwischen den Stauden tauchen immer wieder die auflockernden Gras-Horste von Calamagrostis acutiflora 'Karl Foerster' auf. Diese filigranen Elemente wirken großzügig und leicht und bringen beim leichtesten Windhauch Bewegung in die Rabatten. 


Überflüssigen Schnick-Schnack gibt es nicht im Garten. Die wenigen Dekorationsstücke sind in der Regel funktionstüchtig und passen vom Material und den Farben her hervorragend in die Bepflanzung. Sie stehlen den Blumen nicht die Schau - sie ordnen sich auch nicht unter - sie erhöhen die Wirkung auf den Betrachter auf angenehme Weise.



So können plötzlich Assoziationen entstehen - sind das nun Echinaceen mit Perovskia - oder vielleicht doch Donauwellen? Ich stehe zwei Meter vom Zaun entfernt, die Donau glitzert etwas träge in die ersten Sonnenstrahlen. Der dunkelgrüne unauffällige Zaun und die nicht vorhandene Hecke leiten den Blick über die Sonnenhüte hinweg direkt zum Fluss hinab. Wie schön, auch hier hat sich der Hanseate den Weitblick bewahrt. 



Verschwenderisch verteilt fügen sich diese Sonnenhüte im Jelitto Garten ein, sie fühlen sich hier offensichtlich wohl. Till meint: "Die Echinacea purpurea 'Magnus' führte mein Vater Klaus Jelitto für den schwedischen Züchter, Magnus Nielson in Europa ein. 

Dazu möchte ich ergänzen, dass 'Magnus' schon 1988 in den Versuchen der Staatlichen Versuchsanstalt für Gartenbau in Weihenstephan als "wertvolle Sorte" am höchsten bewertet wurde von allen Echinaceen. Staude des Jahres wurde sie 1998 in den USA und ebenfalls in Schweden. Von der Royal Horticultural Society erhielt sie 2003 als einzige Echinacea-Sorte die höchste Bewertung.


Noch einmal führt eine Treppe auf ein tieferes Gartenniveau - ich nenne ihn einfach den Souterrain-Garten. Üppige Hostas und Salomonssiegel lassen nicht vermuten, dass es hier gerade mal einen halben Meter Erdaufschüttung gibt. 



Von hier aus hat man den schönsten Blick auf die Klosteranlage. 

Was soll ich sagen, lieber Till? Es ist Zeit Abschied zu nehmen, aber nicht mit "leb wohl" besser mit "auf Wiedersehen". Du kommst aus einer Familie mit so vielen grünen Genen, dass es ist für mich nachvollziehbar ist, dass Du die Herausforderungen Deines Lebens auf anderen Gebieten suchen wolltest. Dein Garten jedoch ist in meinen Augen etwas ganz besonderes  - er ist für mich ein wunderbarer, moderner "lebender Stammbaum", in dem man sich sehr wohlfühlen kann! Danke.

Wer noch mehr Bilder aus Till Jelittos Reich sehen möchte, vor allem auch seine kunstvollen Foto-Mikro-Darstellungen, dem lege ich seine Facebook-Seite ans Herz. 

https://www.facebook.com/profile.php?id=100001607291668

Es lohnt sich auf jedenFall, die mit humorvoll lyrischen Texten untermalten Fotos zu betrachten!

Sonntag, 10. Juli 2016

GARTEN MOORRIEM - SOMMER IN DER WESERMARSCH


Reet gedeckte Bauernhäuser und üppig blühende Gärten, die mittelalterlichen Siedlungsstrukturen noch erkennbar an den schmalen, langen Hofstellen - das ist die Landschaft Moorriem. 

Farmhouses with straw roofs and excessively blossoming gardens, this is the scenery Moorriem.


Kommt man in den hinteren Gartenbereich, so befindet man sich in einem Rasen-Bereich in dem in lockeren Abständen Obstbäume und Rosensträucher gedeihen. 

The long garden has a big grassy plain near the house. Laxly distributed fruit-trees and rosebushes prosper on this area. 


Rosa 'Ghislaine de Feligonde' und Rosa 'Raubritter'


"Visitengarten" nennt sich dieser Bereich, in welchem man am Sonntag traditionell (seit 19. Jhdt.) die Tafel für Besucher eindeckte. Es gibt durchaus noch mehr Gärten in der Region, die dieses ursprüngliche Gartenbild pflegen. 

Since the 19th century this garden part served on Sunday for the receipt and the entertainment of guests.


Hinter der Obstbaum-Wiese beginnt ein formaler Beetbereich, der mit einer niedrigen Buxus-Hecke eingefasst ist. Im Innenbereich sorgt Alchemilla mollis dafür, dass es nicht zu streng wirkt.

Behind the fruit-tree meadow are coloured farm garden borders. Behind the fruit-tree meadow are coloured farm garden patches.


Astrantia major


In fast allen Beeten ist der Rittersporn die dominierende Leitstaude. 
Now the Delphinium has it's best time, it is blossom in all border parts.


Paeonia 'Bowl of Beauty' hat offenbar nicht mitbekommen, dass die Zeit für Staudenpaeonien eigentlich vorbei ist.

The period of bloom of the Paeonia is ending, but Paeonia ' Bowl of Beauty' still nothing wants to know about this.


Der Garten scheint kein Ende zu nehmen, kein Wunder bei 6000 qm Größe.
 The garden is 6000 square meters.


Das Sommerblau der Delphinium-Hybriden ist herrlich anzuschauen. 
Blue Delphinium Hybrids in the borders.


Von dieser schlichten "ehrlichen" Sitzgruppe ohne jeden Schnickschnack hat man eine ungestörte Sicht auf die Beete.


I liked this simple nice seat set very much.


Im hinteren Bereich finden sich vermehrt auch angenehme Gelbtöne.

In the rear area pleasant yellow tones are also found.


Hemerocallis 'Spectacular'


Eigentlich dachte ich, hinter der Hecke ist der Garten zu Ende.  

Actually, I thought, behind the hedge the garden is ending.


Langsam begreife ich den Buchtitel der Gartenbesitzer Ute und Albrecht Ziburski: "Garten Moorriem. Ein Spaziergang zwischen Rittersporn und Wiesenknopf."

Now I understand better the title of the book: "Garden Moorriem. Walk between Delphinium and Sanguisorba" written by the garden owners Ute and Albrecht Ziburski.


Trollius sinensis


Auf die üppigen bunten Sommerbeete folgt hinter der Hecke ein naturnaher Staudengarten, den man über einen Waldgarten erreicht. 


From the luxuriant coloured summer patches becomes behind the hedge a close to nature shrub garden.



Unter den hohen Bäumen zaubern die vorherrschenden Grüntöne eine Licht-Schatten-Komposition, verstärkt durch das von Algen grüngefärbte Wasser des Grabens, den wir über eine urige Holzbrücke überquerten. 

Under the high trees the shades conjure a lively green picture which continues in the green alga water of the ditch.


Wir tauchen in diesen kleinen Waldgarten ein.   
We dive into this small forest garden.


Einträchtig gedeihen hier Schattengräser mit Thalictrum, Hostas, Geranium und vielen anderen Stauden.


Shrubs for the shade like Hosta, Thalictrum, Geranium and more meet here to the date.


Dann öffnet sich der Blick langsam in den letzten Gartenteil, in dem Gräser und Wildstauden ihren großen Auftritt haben. 


Then the look slowly opens in the garden part in which grass and wild shrubs has her big appearance.



Mit akkurat geschnittenem Rasen, andeutungsweisem Topiary und wenigen Mixed-Border-Inseln wird in diesem Gartenteil eine besondere Stimmung erzeugt, die sich durch das Eindringen der weiten Landschaft zwischen Bäumen und Sträuchern noch verstärkt. 

Accurately cut lawn, some Topiary and few mixed border islands create a special atmosphere. 


Calamagrostis 'Karl Foerster'


Drei verschiedene Blattfarben und verschiedene Wuchsformen, schon ist ein abwechslungsreicher Aspekt über viele Monate gewährleistet.

Different leaf colours and growth forms guarantee borders which look attractive about months.


Das markanteste Zierobjekt im Garten ist sicher diese alte Wagenachse, langsam wird sie vom Beetrand verschluckt. 

This old carriage axis is almost the only decoration in this garden.


Auf dem Rückweg in den "Visitengarten", mit der langen Sichtachse zum gediegenen etwa 300 Jahre alten Haus vermischen sich die tanzenden Gräser mit den sich vornehm zurückhaltenden Ritterspornen in meinem Kopf und ich freue mich, dass zum Anwesen auch eine kleine feine Raritäten-Staudengärtnerei gehört. 

Garten Moorriem, Huntorf 1, 26931 Elsfleth

mehr Bilder vom Garten: www.facebook.com/gartenmoorriem